Saisonfinale der TTSC und STW im Jahr 2017

11. 22. 2017

 

 

STW Meisterschaft 2017

Im Gegensatz zum TTSC Titel 2017 war die Meisterschaftsfrage in unserer schnellsten Klasse noch lange nicht geklĂ€rt. TabellenfĂŒhrer und TTSC Urgestein Jochen Wiesner fĂŒhrte noch mit 2 ZĂ€hlern Vorsprung vor Matthias Ganz, obwohl er noch ohne Sieg geblieben war. Matthias musste also mind. 2 Punkte vor Jochen bleiben, um sich den Titel zu sichern. Aber Jan Fuß war auch noch da, denn fĂŒr Ihn gab es noch eine rechnerische Möglichkeit: Siegen, und Jochen auf Platz 4 verweisen! Jan nahm sich das auch zu Herzen, und machte alles richtig: Pole Position, vor Jochen und Matthias.

Jan gewann auch verdient alle 3 Finale, aber Matthias und Jochen dachten jedoch ebenfalls nicht ans Aufgeben. Der technisch anspruchsvolle und teilweise enge Kurs brachte zwar wertvolle StreckenlĂ€nge mit 3-4 sec. lĂ€ngeren Runden als sonst, verlangte aber mit allen denkbaren Kurvenradien und der speziellen Schneckenkurve dem Setup alles ab. Wer seinen Carbonrenner nicht absolut prĂ€zise hinbekam, konnte Ihn in den Anbremszonen nicht optimal fĂŒr die nĂ€chste Kurve platzieren. Eine gute und vor allem schnelle Rundenzeit bekam nur der zustande, wer alle Passagen flĂŒssig aneinander reihen konnte. Schwerstarbeit mit den hochmotorisierten STW Rennern, und das krasse Gegenteil zum High Speed Rennen in Hassfurt. Trotzdem kam der von Leipolds geplante, so noch nicht dagewesene Kurs bei der Mehrheit der Teilnehmer super an, da er viel Fahrspaß vermittelte. Matthias Ganz kam leider nicht so gut klar mit der Situation, und hatte nicht die Konstanz, um ausreichend Druck auf Jochen aufzubauen. Der sicherte sich mit Platz 2 im 1. A-Finale gleich mal die strategisch richtige Ausgangsposition. Es war harte Arbeit auch fĂŒr Jochen, der sich insgeheim wohl seinen Awesomatix zurĂŒck wĂŒnschte, den er zeitweise als Leihgabe letzte Saison benutzen durfte. Trotz einiger Setup-Changes am XRay, war auch sein Auto nie ganz so agil wie das von Jan, und litt vor allem in den engeren Passagen an zu viel Untersteuern, um echte Jagd auf Jan machen zu können. Mit Platz 2 in Lauf 2 war eigentlich schon klar, dass Jochen als konstanter Punktesammler 2017 verdienter STW Meister wird! Er wiederholte damit auch eine 16 Jahre zurĂŒckliegende Episode der TTSC Geschichte, und wurde der 2. TTSC (STW) Titelgewinner, der es ohne einen einzigen Laufsieg schaffte! Dies gelang vorher nur Thomas Ströhlein.

Das B-Finale STW konnte, nach einem Ausfall im ersten Finallauf, Florian MĂŒller-Fecher fĂŒr sich entscheiden. Er verwies Michael HĂ€pp und Eckard Schulze auf die PlĂ€tze zwei und drei.

TTSC:

Pascal stand bereits als neuer TTSC Meister fest, und schaffte es 2017 endlich, die begehrte Trophy nach Hirschfeld zu holen. Aber ausruhen wollte er sich deswegen nicht: Wie immer war sein TT01 perfekt prĂ€pariert und auch von der ersten Runde an schnell, so schnell wie auch sein Lieblingsgegner, Dauermeister und TTSC Heimkehrer Daniel Fischer, der wieder mal top in Form war, und sogar in 2 Klassen startete. Und da sich MST-Papa Peter lieber bei der Wellness in der Eifel vergnĂŒgte, kam Daniel ganz schön in Stress mit Reifen kleben etc. fĂŒr 2 Autos.

Bereits in den VorlĂ€ufen warfen die beiden nur einen einzigen großen Schatten, und ĂŒberboten sich immer wieder mit den Bestzeiten. Man sah Ihnen an, dass diese Jagd wohl beiden irgendwie gefehlt hatte! FĂŒr die Zuschauer war es eine Freude, und vor allem die Fairness von Daniel war vorbildlich. Er konnte in mehreren Situationen etwas mehr Druck auf Pascal aufbauen, der aber natĂŒrlich so gut es ging fair dagegen hielt. Dabei kam es dann zum unvermeidlichen „Andocken“ an Pascal. Aber Daniel ließ Pascal jedes Mal wieder passieren, wenn die Aktion zu gewagt war. Es war Racing, wie man es sich wĂŒnscht.

Doch auch der Vizemeistertitel war noch offen. Sollte es Ralf schaffen, nach 1997 zum 2ten Mal in seiner Karriere den TTSC Vize-Titel zu holen? Oder doch Patrick Katzenberger, der Rookie mit steil nach oben zeigender Erfolgskurve? Es wurde spannend, zumal Michi Will nach seinem sensationellen Hassfurt Triumph wieder darauf brannte, ein Wörtchen mit seinem neuen Ferrari mitzureden! Patrick gab alles, auch wenn dies zu einer etwas unschönen Aktion fĂŒhrte. Als er von Daniel und Pascal ĂŒberrundet wurde, und beide nach Ansage des Streckensprechers passieren ließ, verpasste er aber in der Kurve danach den Bremspunkt und warf Pascal im Prinzip aus dem Rennen.

Damit war der Tagessieg fĂŒr Daniel entschieden, und Pascal musste sich am Schluss mit Platz 3 hinter Patrick begnĂŒgen. EnttĂ€uschend fĂŒr Pascal, das war klar.

Im Kampf um die Meisterschaft war es wieder einmal Ralf, der konstant punktete und verdient der TTSC - Vizemeister 2017 wurde! Freuen kann sich Patrick auf jeden Fall auf einen Eintrag in die GeschichtsbĂŒcher der TTSC mit Platz 3 in der Jahreswertung!

TTSC Youngsters:

Unsere Kleinsten wie Sarah, Kilian, Lennart und Co. zeigten wieder tolle Leistungen fĂŒr Ihr jeweiliges Alter und hatten wieder sehr viel Spaß! Zwar passieren Ihnen logischerweise noch mehr Fehler als den „Großen“, aber der Ehrgeiz und der Erfolgswille ist bestimmt nicht kleiner! Das Wasserlöser Jungsterduell wurde von Justin Nöth fĂŒr sich entschieden. Er schaffte es bis ins B-Finale und wurde dort guter FĂŒnfter.
Von den drei TTSC-Rookies, die ein Fahrzeug vom TTSC-Team kostenlos gestellt bekommen haben, schaffte es Fabian Neumann ebenfalls ins B-Finale. Super Leistung fĂŒr die erste Teilnahme.

Eine große Modellbaukariere steht auch Michael Kugler bevor. Er schaffte es in seinem zweiten Rennen auf den vierten Platz im B-Finale. Auf Ihn können wir gespannt sein. Ich bin mir sicher, wir sehen ihn 2018 auch im A-Finale. Dort wird er es dann mit Marius Wachtel zu tun haben, der diesmal knapp an der Qualifikation dazu gescheitert ist.

TTSC Mini:

Die Mini JĂŒnger schĂŒttelten die hitzigen Debatten der letzten Wochen um das Reglement 2018 und vor allem die Motorenfrage ab, und kamen wieder auf die „Regelung“ der Meisterschaft 2017 zurĂŒck. Und das wurde ein Krimi par excellence, der auch an diesem WE nur teilweise geklĂ€rt werden sollte. FĂŒr Mr. Mini Matthias war der Zug um die Meisterschaft spĂ€testens seit Hassfurt abgefahren. Er konnte sich jedoch an diesem WE in der Spitze zurĂŒckmelden, und sicherte sich zur Überraschung vieler Sonntagmorgen die Pole Position mit seinem neuen M07, vor Steffen Köhler und Jochen Wiesner. Steffen Ferschke blieb „nur“ Startposition 5, nach einem fĂŒr Ihn durchwachsenen Verlauf der VorlĂ€ufe. Was aber auf dem Papier nicht so erfolgreich erschien, waren in der RealitĂ€t auf der Strecke nur WimpernschlĂ€ge, die die Minis trennten. Auf der relativ engen und wie fĂŒr die Minis gemachten Strecke wurden Zeiten gefahren, die fĂŒrs hintere A-Finale in der TTSC gereicht hĂ€tten, und das mit 2WD Antrieb! Die Minis liefen nahezu alle nach 5 Minuten Fahrtzeit im Sekundentakt durchs Ziel, so eng wie nie zuvor! Startplatz 4 konnte sich Daniel Fischer mit seinem M05 Pro V2 sichern, der wieder zeigte, dass er im Prinzip jedes RC-Car fahren kann. Super fĂŒr Steffen Köhler, der im Zuge der Titelvergabe natĂŒrlich froh war ĂŒber einen weiteren Puffer zwischen Ihm und Mini-Buddy Steffen Ferschke, der die meiste Zeit der Saison schon als vermutlicher Mini Meister 2017 gehandelt wurde. Zur Freude der Zuschauer sollte jedoch das kleinste Auto im Feld das grĂ¶ĂŸte Problem werden: Jochens Ur-Mini Cooper-Oldtimer zeigte eindrucksvoll, das auch ein alter M03 noch immer schnell sein kann. Mit einem abgebrĂŒhten Überholmanöver ging er bereits kurz nach dem Start im 1. Lauf spektakulĂ€r an Steffen K. vorbei, und machte sich auf die Jagd nach dem Pole Setter Matthias. Den beiden konnte im 1. Lauf auch keiner ausreichend folgen. Jochen holte stetig auf, und konnte noch bessere Zeiten fahren als Matthias. Der Gedanke an den immer noch möglichen Mini Titel beflĂŒgelte offensichtlich. Mr. Mini hielt auch nicht dagegen, als Jochen klar machte jetzt vorbei zu wollen, und versuchte zu folgen. Zwischenzeitlich kam er auch wieder ran und wurde schneller, jedoch reichte es nicht mehr fĂŒr einen erfolgreichen Angriff auf Jochen. Mit Matthias als Puffer zu Steffen K., war dies ein leichter Schock fĂŒr die erfolgsverwöhnte MST Mini Crew. Doch in Lauf 2 kam der Konter: Jochen plante den gleichen Coup wie vorher, doch Steffen sah es kommen und hielt rechtzeitig dagegen! Somit ging es fĂŒr Jochen dumm aus, und er wurde im Ziel nur 4ter, wĂ€hrend Steffen sich Platz 2 hinter Matthias sichern konnte. Lauf 3 entschied den Tagessieg: Matthias lief nach einem Fahrfehler nur als 4. ein, und jagte Steffen F. vor sich her, den er kurz vor Schluß noch passieren konnte, nach ebenfalls 2 kleinen Fehlern von Steffen. Steffen K. sicherte sich den Sieg vor Jochen und Daniel. Damit nahm er einerseits Jochen den nötigen Laufsieg, und verschaffte sich gleichzeitig 2 Punkte Vorsprung auf Steffen F. in der Meisterschaft. Das Ergebnis wurde dann vom System ausgewertet, nachdem Jochen, Steffen und Matthias je einmal auf Platz 1,2 und 4 punktgleich durchs Ziel gingen! Spannender und enger konnte es eigentlich fast nicht laufen.

Auch im B-Finale Mini wurde sich wie immer nichts geschenkt, Mini Neueinsteiger Karl Ruppert hatte sichtlich Spaß, hielt sich jedoch noch zurĂŒck und machte immer fair Platz, um erstmal Erfahrungen mit dem neuen Fahrzeugkonzept zu sammeln. Die Pace zum Sieg hatten Mario Stöhr, Enno Wagner und Ralf, da Michi Will auf den Finalstart nach den VorlĂ€ufen verzichtete, um die Einsteiger besser betreuen zu können. Mario fuhr allerdings außerhalb der Meisterschaftswertung, wollte er doch mit dem fĂŒr 2018 kommenden Brushless-Motorenset starten. Er war sehr zufrieden mit der neuen Technik und seinem M07. Mario war von den Zeiten her auch der Schnellste, wartete jedoch fair auf Ralf nach einem Rempler im Lauf 3 und ermöglichte so Enno den Laufsieg, der im Verlauf der 3 Finale immer schneller wurde. Aber auch Ralfs M05 mit „Minimalwartung“ war wieder schnell und vor allem gutmĂŒtig zu bewegen. Somit gewann Enno vor Ralf und Joe Leibold.

Allgemeines / Ausblick 2018:

Am Sonntag wurden die eingereichten VorschlĂ€ge fĂŒr die Reglements 2018 diskutiert, und es gab nur geringe Änderungen. Mit leichter Mehrheit wurde die Freigabe anderer Varianten des Servo-Savers in der TTSC beschlossen. Ein fĂŒr Ralf ungeliebter Beschluss, der ohne die mittlerweile teilweise haarstrĂ€ubende QualitĂ€t der Baukasten-Saver von Tamiya wohl auch nicht nötig gewesen wĂ€re. Das Carson 16t Set fĂŒr die Minis 2018 war am Samstag sogar schon da, obwohl die Sammelbestellung erst die Woche zuvor fix gemacht wurde. Dankbar nahmen alle das Angebot an. Ralf wird dieses Set als Testfahrer nutzen, und 2018 die Verwendung im TT01 fĂŒr die TTSC erproben.
Die Minis dagegen freuen sich 2018 bereits auf konstante Leistung, fehlenden Motorverschleiß und geringere Streuungen in der Drehzahl. Alle Vergleiche diesbezĂŒglich waren sehr vielversprechend, die wasserdichte AusfĂŒhrung ohne Sensor ermöglicht auch den Einsatz bei den beliebten Regenrennen (-;. Mit dem von Ralf erzielten Beschaffungs-Preis von 85€ fĂŒr die Motor-Reglerkombo eine fĂŒr jeden lĂ€ngerfristig verschmerzbare Investition in die MINI Klasse! In der Supertourenwagenklasse Klasse einigte man sich auf die bestimmungsgemĂ€ĂŸe und ausschließliche Verwendung der Indoor bzw. Outdoor Reifen von Ride, um den Reifenpoker etwas einzudĂ€mmen.

Am 30.12.2018 sehen wir uns teilweise nochmal mit dem 7. Wertungslauf der TTSC-Minis und der TTSC (Rennen ohne Meisterschaftswertung). Wir fahren an diesem Tag beim MCC zum „After Christmas Lauf“, der seit 2014 Bestand hat. NatĂŒrlich mit der endgĂŒltigen Entscheidung in der TTSC Mini-Meisterschaft und abschließendem Race-Dinner, diesmal sogar in der tollen Location an der Burgruine Aura mit Panoramablick! Wir freuen uns drauf und sagen schon Mal „Danke“ ans Team vom MCC Bad Kissingen fĂŒr die Gastfreundschaft!

Frohe Weihnachten wĂŒnscht Eure TTSC-Crew!

 

 


 

 

 

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